Fine Dining neu gedacht

Essen darf Freude machen.
Es darf sich vertraut anfühlen, überraschen, berühren –
und zu einem Erlebnis werden.

BIJA löst sich bewusst von der formellen Strenge des klassischen Fine Dining.
Von weißen Tischdecken, Silberbesteck und steifem Service.
Von starren Menüabfolgen und vorhersehbaren Gängen.

Hier folgt der Abend keiner klassischen Ordnung.
Im Mittelpunkt steht eine dessert-inspirierte Küche.
Techniken, Texturen und Denkweisen aus der Patisserie prägen den Charakter des Menüs – nicht als süßer Abschluss, sondern als gestalterische Grundlage.

BIJA ist kein reines Dessertmenü.
Pikante Elemente sind ebenso Teil des Abends –
jedoch nicht in vertrauten Rollen oder klassischer Abfolge.
Bekannte Kategorien lösen sich auf,
Geschmack bewegt sich frei zwischen süß und herzhaft.

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Wer nach dem altbewährten Fleisch-Hauptgang sucht, wird hier nicht fündig.
Stattdessen entstehen Gerichte, die Geschichten erzählen.
Kompositionen, die Neugier wecken.
Momente, die im Gedächtnis bleiben.

BIJA versteht sich weniger als klassisches Dinner
und mehr als eine kuratierte Erfahrung –
vergleichbar mit einem Ausstellungsbesuch,
bei dem jeder Gang ein neues Werk eröffnet.

Jaimy Reisinger

Eigentlich führte Jaimy Reisingers Weg zunächst in eine andere Richtung.
An der Ortweinschule in Graz begann sie eine Ausbildung zur Grafikerin – geprägt von Formen, Linien und einem feinen Gespür für Gestaltung. Doch eine frühere Leidenschaft ließ sie nicht los. Die Arbeit mit Geschmack, Textur und Atmosphäre holte sie zurück: die Welt der Kulinarik.

Jaimy entschied sich für einen bewussten Neuanfang und absolvierte ihre Konditorlehre im zweiten Bildungsweg. Ein Schritt, der weniger einem Umweg glich als einer Rückbesinnung. Um ihr Handwerk weiter zu vertiefen und neu zu denken, führte sie ihr Weg nach London an die renommierte Kulinarik-Eliteschule Le Cordon Bleu, wo sie sich im Bereich Patisserie Innovation & Wellness spezialisierte – und begann, klassische Grenzen zwischen süß und pikant zu hinterfragen.

Es folgten prägende Jahre in der Spitzengastronomie.
Im Restaurant Artis, im Gourmetrestaurant Hubert Wallner sowie zuletzt bei den Geschwistern Rauch entwickelte Jaimy ihre kulinarische Handschrift weiter – nicht nur in der Patisserie, sondern ebenso am Gardemanger-Posten. Über Jahre hinweg arbeitete sie intensiv mit pikanten Vorspeisen, Texturen und Aromen und sammelte dort jene Erfahrung, die heute den Grundstein für ihre Arbeit legt.

Gerade dieses Zusammenspiel prägt ihre Küche bis heute:
das Verständnis für Balance, Tiefe und Dramaturgie – jenseits klassischer Menülogiken. Dabei fließen auch jene Erfahrungen ein, die über Jahre hinweg am Vorspeisen Posten gesammelt wurden.

Schon früh machte Jaimy international auf sich aufmerksam:
2019 gewann sie mit nur neunzehn Jahren den Falstaff Young Talents Cup in der Kategorie Patisserie. Nach einem Praktikum in der Berliner CODA Dessert Dining Bar wurde sie im Mai 2023 bei der Rolling Pin Convention in Graz zur Patissière des Jahres gekürt.

Mit BIJA bündelt sie heute all diese Erfahrungen zu einer eigenen Sprache –
einer Küche, die nicht trennt, sondern verbindet.
Nicht klassisch. Nicht erwartbar.
Sondern konsequent neu gedacht.